Mini: Werks-Jubiläum

Fotos: BMW/Mini

Das Mini-Werk Oxford feiert sein 100. Produktionsjahr. Aus diesem Anlass wurde im neuen Besucherzentrum des Werks vom britischen Verkehrsminister Patrick McLoughlin und BMW Vorstand Harald Krüger eine Jubiläumsausstellung eröffnet. Das erste Automobil des Werks – ein „Bullnose“ Morris Oxford – wurde nur wenige Meter von der heutigen Produktionsstätte entfernt gebaut.

Den Stein ins Rollen brachte einst Werksgründer William Morris, später Lord Nuffield. Er galt als einer der angesehensten Philanthropen des Landes und war eine Art Bill Gates seiner Zeit. Alle von ihm gespendeten Gelder hätten heute ein Gegenwert von circa 11 Milliarden englischen Pfund, also knapp 13 Milliarden Euro. Drei nach seinem Lordnamen benannte Abteilungen an der Universität Oxford sind ebenso Zeichen seines Engagements, wie die zwischenzeitliche Fertigung eiserner Lungen, die er kostenlos an lokale Krankenhäuser verteilen ließ.

Die Beatmungsgeräte waren übrigens nicht das einzige „artfremde“ Erzeugnis des Standorts. Auch Tiger Moth Fluggeräte, Ambulanzwagen und Fallschirme wurden hier zu unterschiedlichen Phasen gefertigt. Hauptgeschäft war und blieb aber zu allen Zeiten der Automobilbau, wobei eine große Zahl bedeutender Fahrzeuge vom Band liefen. Dazu zählen neben dem Classic Mini unter anderem der Morris Minor, der Morris Marina und der Austin Maestro.

Stand 1913 gerade mal eine wöchentliche Produktion von 20 Fahrzeugen an, wuchs die Fertigung in der Folgezeit rapide. Über 11,65 Millionen Automobile 14 verschiedener Marken wurden in der Geschichte des Werkes produziert. Rund 500000 Menschen fanden hier im Laufe der Zeit einen Arbeitsplatz – zu Spitzenzeiten, am Beginn der 60er Jahre, waren 28000 Mitarbeiter tätig. Heute sind im Werk Oxford 3700 Angestellte beschäftigt, die an jedem Tag bis zu 900 Mini fertigen.

Angesichts der historischen Stunde kamen auch beste Wünsche von Englands wohl berühmtester Adresse: der Downing Street 10. Premierminister David Cameron gratulierte mit den Worten: „Auf den großen Beitrag, den das Oxford Werk in den letzten einhundert Jahren für die britische Wirtschaft geleistet hat, können alle Beteiligten stolz sein. Begleitend zum weltweiten Erfolg von Mini wurde die Produktionsstätte verjüngt – die modernen Produktionsanlagen sind ein schönes Beispiel für das erfolgreiche Zusammengehen intelligenten Investments und britischer Fertigungskunst.“

Heute ist das Werk Oxford das Herz der Mini-Produktion. Gefertigt werden hier Hatchback, Cabrio, Clubman, Clubvan, Roadster und Coupé. BMW-Vorstand Harald Krüger anlässlich der Feierlichkeiten: „Wir haben ambitionierte Wachstumspläne und bereiten gerade den Launch der nächsten Generation der Mini-Familie vor. Die BMW Group wird die Modellpalette von derzeit sieben auf zehn Modelle im Jahre 2014 erweitern.“

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