Plakette nur mit Probefahrt

Fotos: DEKRA/TÜV

Ein Fremder am Steuer des eigenen Autos? Für viele ein absolutes „No-Go“. Der alle zwei Jahre nötige Termin zur Hauptuntersuchung (HU) ist ohnehin kein gern gesehener Gast im Terminkalender. Seit 1. Juli 2012 kommt aber beides im Doppelpack.

Zurzeit ist Hochkonjunktur für Panikmache rund ums Thema TÜV, Dekra und Co. Aus Brüssel ist jüngst die Forderung nach jährlichen Hauptuntersuchungen für ältere bzw. viel gelaufene Autos laut geworden. Und seit ein paar Tagen sind die verschärften Regeln zur HU in Kraft. Wir sagen euch, was es neues gibt:

1. Wichtigste Neuerung der modernisierten Hauptuntersuchung ist eine umfassende Prüfung der elektronisch gesteuerten Sicherheitssysteme, wie Airbags, ABS, ESP oder Notbremsassistent und eine Probefahrt des Prüfers. Die Elektronikprüfung kommt schrittweise für alle Fahrzeuge, die ab 1. Juli 2012 neu zugelassen werden. Für alle Fahrzeuge ist zudem eine Prüfungsfahrt mit mindestens 8 km/h vorgeschrieben, damit der Prüfingenieur die Funktion der Assistenzsysteme überprüfen kann. Der Sachverständige muss das Lenkrad in beide Richtungen einschlagen und auch mal auf die Bremse treten. So will der TÜV die Assistenzsysteme des Fahrzeugs besser überprüfen.

Damit dürfte die Hauptuntersuchung künftig länger dauern und sicherlich auch teurer werden. Zudem wird über die Diagnose-Schnittstelle (OBD) geprüft, ob die sicherheitsrelevanten elektronischen Systeme richtig funktionieren. Deswegen gibt es keine Plakette, wenn eine Kontrollleuchte permanent angezeigt wird. Diese neue Regel gilt aber erst für ab dem 1. April 2012 neu zugelassene Autos. Da bei Neuwagen die erste Hauptuntersuchung nach drei Jahren fällig wird, wird es erst ab 2015 Probefahrten bei der HU geben.

Damit dürfte die Hauptuntersuchung künftig länger dauern und sicherlich auch teurer werden. Zudem wird über die Diagnose-Schnittstelle (OBD) geprüft, ob die sicherheitsrelevanten elektronischen Systeme richtig funktionieren. Deswegen gibt es keine Plakette, wenn eine Kontrollleuchte permanent angezeigt wird. Diese neue Regel gilt aber erst für ab dem 1. April 2012 neu zugelassene Autos. Da bei Neuwagen die erste Hauptuntersuchung nach drei Jahren fällig wird, wird es erst ab 2015 Probefahrten bei der HU geben.

2. Neu ist auch, dass die Prüfplakette nicht mehr rückdatiert wird, wenn das Fahrzeug zu spät zur Hauptuntersuchung kommt. Das heißt: Die neue Plakette ist ab dem Zeitpunkt der Prüfung für die volle Laufzeit gültig. Da sich der technische Zustand der Fahrzeuge verschlechtert, je weiter die Prüftermine auseinander liegen, verlangt der Gesetzgeber beim Überziehen von mehr als zwei Monaten eine „vertiefte Untersuchung“, für die eine höhere Gebühr fällig wird.

3. Künftig erhalten Autofahrer bei der HU zudem einen genaueren Prüfbericht, der den konkreten Mangel und dessen Lage nach einem bundesweit einheitlichen System ausweist. Wenn anstelle von „Bremsanlage“ im Prüfbericht künftig „Bremsscheibe 1.Achse links verschlissen“ steht, erhält der Autofahrer einen genaueren Hinweis, was am Fahrzeug repariert werden muss.

Bis zu den ersten Probefahrten bei der HU dauert es also noch drei Jahre. Deswegen betreffen jeden HU-Kunden erst einmal nur die Punkte 2 und 3.

Von: IE/Auto-Medienportal

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