EMS: Sportliche Begeisterung

Fotos: T. Pfahl

„Die 44. Essen Motor Show hat dank der vor zwei Jahren begonnenen Neu-Ausrichtung wieder deutlich Fahrt aufgenommen“, berichten die Veranstalter der Motorsport- und Tuning-Messe im Herzen des Ruhrgebiets. Demnach lockte die traditionsreiche Veranstaltung in diesem Jahr 340000 Besucher an.

Mit 513 Ausstellern waren nach offiziellen Angaben sämtliche Hallen ausgebucht – auch wenn die Standflächen teilweise kaum verhehlen konnten, dass hier „gestreckt“ wurde. Auf jeden Fall wurde es geschickter gemacht als noch vor drei Jahren. Im Übrigen ist dem geneigten Besucher das auch egal – denn zu sehen gab es fast an jeder Ecke was.

Die Motorsportabteilung des ADAC verdeutlichte gleich am Eingang Ost, wohin sich die Messe entwickeln möchte: Rennsport ist (wieder) Trumpf! Ob Rallye, Rundstrecke, Formel oder Tourenwagen – selbst die Zweiräder waren in diesem Jahr mit einer eigenen Halle stark vertreten.

Neben den Präsentationen der Hersteller, Rennserien und Teams gehören die fast schon unvermeidlichen Sonderschauen in Essen einfach dazu – wobei dem interessierten Besucher sicher mehr damit gedient wäre, diese in einer eigenen Halle zusammenzufassen, quasi als „Rennsport-Museum“ analog zur Motorsport-Halle 6 mit der angrenzenden Arena.

Völlig unterschiedliche Wege gehen (noch) die Hersteller: Ford präsentierte sich über den örtlichen Händler Reintges, BMW/Mini und Skoda beispielsweise waren ganz offiziell da, Mercedes und Audi präsentierten nur ihre DTM-Autos und VW verzichtete komplett auf einen eigenen Auftritt.

Mit neuem Enthusiasmus sind hingegen die Anbieter des klassischen Zubehörs nach Essen gekommen. Gerade die Felgenhersteller hatten schon im Vorfeld diverse Weltpremieren angekündigt, die hier erstmals in natura zu sehen waren. Die einst so beliebten Spoilerpakete sind zugunsten von Leistungssteigerungen, Foliendesign, Fahrwerken und neuen Leuchten-Designs mit Tagfahrlicht & Co scheinbar etwas in den Hintergrund getreten.

Diverse Aktionen wie Live-Tuning, Mitfahr-Gelegenheiten und natürlich die obligatorischen Autogrammstunden mit Fernseh- und Motorsport-Prominenz sorgten für Leben auf der Messe. Selbst in der ansonsten eher gediegen wirkenden VDAT-Halle konnte man (bei SKN) den Tunern über die Schulter gucken.

Mit motorsport-relevanten Seminaren bzw. Konferenzen soll der Stellenwert der Essen Motor Show in diesem Bereich künftig noch weiter ausgebaut werden. Hoffentlich vergisst das engagierte Messe-Team dabei auf Dauer den „Schrauber von nebenan“ nicht, den nach wie vor die Schnäppchenjagd nach Essen treibt…

Von: T. Pfahl

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