Danish Dynamite

Rover Mini Mayfair, Baujahr 1988

Rover Mini Mayfair, Baujahr 1988

Rover Mini Mayfair, Baujahr 1988

Rover Mini Mayfair, Baujahr 1988

Rover Mini Mayfair, Baujahr 1988

Fotos: Dieter Debo

Mit verschiedenen Sondermodellen und Editionen peppten die Mini-Hersteller - egal ob Rover, BMC, Innocenti oder sonstwer - die kleinste ihrer Baureihen immer wieder auf. So entstand unter anderem der Mayfair. Und der kam John Pedersen gerade recht für sein 100-PS-Projekt...

Etwas mehr Luxus sollte der Mini-Baureihe mal wieder gut tun, dachten sich die Verantwortlichen bei (Austin) Rover Anfang der achtziger Jahre. Radio, verschließbarer Tankdeckel und getönte Scheiben wurden dem neuen "Mayfair" ab 1982 mit auf den Weg gegeben. Später kamen Scheibenbremsen und 12-Zoll-Räder hinzu, 1988 auch noch eine Bremskraftverstärkung. Aus genau diesem Baujahr stammt das Modell, das John vor sechs Jahren auftrieb. Für 900 Euro kaufte er es dem Erstbesitzer ab.

Natürlich entsprach der Zustand dem Preis, immerhin der Kilometerstand von 31.000 km war recht viel versprechend. Außerdem hatte der Däne ohnehin eine umfassende Restauration angedacht. Die Karosserie brachte er weitestgehend im Originalzustand wieder auf Vordermann. Lediglich einen Satz Sportspak-Verbreiterungen gönnte der Däne dem Briten. Als gelernter Lackierer übernahm er es natürlich höchstpersönlich, den Mini in einem satten Schwarz einzufärben. Zum Kontrast gab’s ein silbernes Dach und die entsprechenden Streifen auf der Motorhaube.

Weiterhin besorgte John sich Klarglas-Rückleuchten und die vorderen Blinker eines Morris Minor, die hervorragend zum Gesamtkonzept passten. Das Gleiche gilt für die Ultralight-Felgen, die 7 x 13 Zoll groß und mit Dunlop-Pneus der Dimension 175/50-13 bezogen sind. Dank der Tieferlegung um 30 Millimeter sitzen sie passgenau in den bereits erwähnten Radläufen.

Wer einen Blick durch die markanten Speichen wirft, wird an der Vorderachse eine etwas üppigere Bremsanlage entdecken, als man sie vom Mayfair gewohnt ist: sechs Kolben wirken hier auf 235-mm-große Scheiben, hinten kommen Alu-Trommeln zum Einsatz. Diese Aufrüstung hat einen guten Grund, der sich dem Betrachter beim Öffnen der Motorhaube erschließt: der Mini holt seine Kraft nicht aus den früheren 998 ccm Hubraum, auch die späteren 1.275 ccm sind Geschichte. 1.380 ccm sind nach der Motor-Revision angesagt.

Dazu montierte John die Powermax-Kolben, eine HD-Ölpumpe und einen 13-reihigen Ölkühler. Eine 296°-Nockenwelle steuert die größeren Ventile an, der 40er Weber-Vergaser bereitet das Gemisch zu. Die Zündanlage entstammt einem Cooper S. In viel Handarbeit kleidete der Däne den Motorraum zudem mit Edelstahl aus. Weitestgehend im Verborgenen brummt der Mainflow-Auspuff vor sich hin, die Ultralight-Kupplung verschwand (logischerweise) komplett  in der Antriebseinheit.

Wesentlich offensichtlicher sind da wiederum die Innenausbauten. Gerne griff John die ursprüngliche Intention Rovers auf, dem Mini etwas mehr Luxus mit auf den Weg zu geben. Die Mayfair-Ausstattung war trotz allem nicht gerade das, was der Däne unter wirklichem Luxus versteht. Da musste Leder her! Der 49-jährige entschied sich für zwei Grautöne, mit denen er das Interieur konsequent ausstaffierte. "Kernstücke"  sind dabei die zwei Sitze, die ihr erstes Leben in einem GT/E-Modell aus dem Hause Opel zugebracht hatten. Ganz klar, dass die Rückbank im gleichen Outfit bezogen wurde. Selbst der Schaltsack greift das Bicolor-Thema auf - ganz zu schweigen vom Lenkrad.

Von: Thomas Pfahl

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