Das passt!

Mini Cooper

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Fotos: Dieter Debo

Warum fährt ein so großer Mann wie Dag Böckmann ein so kleines Auto? Die Antwort liest sich auf der Heckscheibe seines 91er Coopers: weil das Leben einfach zu kurz ist, um langweilige Autos zu fahren!

So ist das mit den Vätern und den Söhnen: wenn der Kleine mit den großen Kulleraugen mal im Rallye-Mini von Papa Platz nehmen darf, dann springt der Funke schnell über! Genau diese Infektion ereilte auch Dag aus Münster. Dass aus dem kleinen Kerl mal ein ganz Großer werden sollte, tat der Lust auf einen “kleinen & gemeinen“ Flitzer keinen Abbruch.

Heute zaubert die Mini-Kombi so Einigen ein Lächeln in die Gesichter. Denn wenn der 32-jährige 2,04-Meter-Mann aus seinem Gefährt aussteigt, stellt sich - nicht ganz unverständlich - die Frage: Wie passt der da rein? Das lässt sich relativ leicht beantworten. Steigt zum Beispiel eine 1,60-Meter-Person in Dags Limo, kommt genau das Feeling auf, das er im zarten Kindesalter gehabt haben könnte: Cooles Auto - aber wie verdammt komme ich an Lenkrad und Pedale?
Ein Wiechers-Überrollbügel, der einst in einem Innocenti Cooper für Sicherheit sorgte, verhindert hier jetzt die Verstellmöglichkeit der Schalensitze. Mal abgesehen davon, dass diese fest mit dem Fahrzeugboden verschraubt sind. „Für diese Positionierung musste ich mir eine Sondergenehmigung holen“, erklärt der Kfz-Mechaniker.

So wie das Gestühl sind auch die wichtigsten Schalter links am Armaturenbrett der Übergröße des Fahrers angepasst. Ansonsten spielt sich im Innenraum, außer dem nackten Blech und einigen Zusatzinstrumenten nicht viel ab. Die Fußmatten zählen für Dag schon zum Komfort, ein Radio sucht man hier (natürlich) vergebens. „Auf langen Fahrten trage ich sowieso immer Ohrenschützer und das knallharte Fahrwerk würde auch der modernste CD-Spieler nicht verkraften“, erklärt der Mini-Fan.

Das einstellbare Negativ-Kit, Spax-Dämpfer und Hilos hatte der 91er schon beim Kauf verbaut. Nachdem es dann für eine ganze Weile im nahezu serienmäßigen British-Racing-Green über Stock und Stein ging, fing der Kleine ebenso serienmäßig an, erste Roststellen öffentlich zu zeigen. Nach der Zerlegung, zeigte sich das ganze Ausmaß der braunen Pest an den üblichen Stellen, wie zum Beispiel an den Türhäuten, dem Windschutzscheibenrahmen unten, den vorderen Kotflügeln oder den hinteren Fensterrahmen.

Aber wenn man(n) schon mal bei der Karosseriearbeit ist, dann richtig. Kumpel Martin stand mit helfenden Händen und sehr guten Spengler-Qualtitäten zur Seite. Schließlich sollte der Brite nicht nur verschönert, sondern auch verbessert werden. Und bei dieser “Gelegenheit“ bekam der Vorderbau, welcher übrigens komplett gesandstrahlt wurde, einen ordentlich verstärkten Rahmen aus selbstgebogenen Rohren, die Haube kann nun komplett abgenommen werden.

Natürlich gab es im Anschluss den Segen und den passenden Vermerkt vom TÜV! „Ich habe vor, ein 16V-Aggregat einzubauen und will nicht nochmal von vorne anfangen müssen, wenn es soweit ist“, weiß Dag. Bis dahin begnügt sich der 32-Jährige mit dem 1,3-Liter-Cooper-Motor, der dank einer ordentlichen Überholung bestens aus dem RC40-Topf ausatmet. Außerdem kam nach der Teil-Restauration auf gar keinen Fall nochmal die selbe Farbe in Frage. Die Wahl fiel auf Hellblau - ein Lack, den es am Mini selten gibt und an dem man sich dementsprechend nicht so schnell satt sieht.

Von: Anna Matuschek

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