Der Edelmann

79er Mini

Drei Jahre dauerte der Wiederaufbau

Motorraum

Drehzahlfest statt Chromorgie!

Lederausstattung mit Recarositzen, Fotos: Dieter Debo

Lederausstattung mit Recarositzen, Fotos: Dieter Debo

Wenn Dieter Kosloswki Hand anlegt, setzt er die Ansprüche an seine eigene Arbeit recht hoch. Das sieht man seinem Mini an - der 79er strotzt nur so vor technischen und optischen Leckerbissen, und ist dabei doch ein typischer Mk2 geblieben.

Na klar, für das Geld und die Arbeit, die der Maschinenbau-Meister in seinen Mini gesteckt hat, hätte er ein augenfälliges Show-Fahrzeug bauen können. Mit Spoilern rundum, Flip-Flop-Lack, einem Soundsystem bis zum Abwinken und einem drehfreudigen Japan-Motor. STOP! "Das kommt gar nicht in Frage", bremst der Hannoveraner, der sich den Wagen bereits 1991 zugelegt hatte, jede Spekulation in diese Richtung. Das ist einfach nicht sein Ding. Man mag es der Tatsache zuschreiben, dass Dieter nicht mehr unbedingt zu den jüngsten Mitgliedern der Mini-Szene gehört - seinen Spaß am Schrauben hat er deswegen aber keineswegs verloren. Nur die Prioritäten liegen an anderer Stelle. Und da ging es in diesem Falle um eins: "Qualität!"
Drei Jahre lang hat er den Mini restauriert und veredelt. Hat bis auf die Lackierung alles selber gemacht. Denn nur dann weiß man auch, was man hat - einen drehzahlfesten Motor zum Beispiel. Der stammt ursprünglich aus einem Innocenti Cooper. Omega-Kolben im zweiten Übermaß sausen im 1275er Aggregat auf und ab, "aufgehängt" über leichte und ausgewogene Turbo-Pleuel an einer feingewuchteten Metro-Turbo-Kurbelwelle. Die erleichterte Schwungscheibe lässt sie noch schneller in Gang kommen, die Kent-Nockenwelle regelt dabei den zügigeren Gas-Tausch. Der MED-Zylinderkopf der Stufe 3 beherbergt 35,8-/30-mm-Ventile (Einlaß/Auslaß), die Aldon-Kontaktzündung sorgt für eine möglichst zuverlässige Verbrennung. Schon diese Aufzählung der Motor-Innereien lässt tief blicken. Denn Dieter setzt nicht einfach kurzfristig auf maximale Leistung: die Metro-Turbo-Ölpumpe, der 13-reihige Mocal-Kühler und das Competition-Ansaugrohr halten den Schmierstoff-Haushalt aufrecht, die elektrische SU-Benzinpumpe versorgt die zwei HS4-SU-Vergaser. Zwei konische K&N-Filter reinigen den dazugehörigen Sauerstoff vor dem Eintritt in die Brennräume. 90 PS ließen sich so aus dem Vierzylinder mobilisieren. "Der Motor ist bis 7500 U/min sehr drehzahlfest und besticht durch seinen harmonischen Lauf", freut sich Dieter.

Die komplette Story gibt´s in der MINISCENE 02/2008!



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Von: Thomas Pfahl

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