Familientaugliches Hobby - 06er Cooper S Challenge

Cooper S Challenge Seitenansicht

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Rückansicht

Rückansicht

Felge

Felge

Cockpit Seitenansicht

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Motorraum

Motorraum

Die Mini Challenge sorgt mit spektakulären Rennen und prominenten Namen immer wieder für Begeisterung. Doch es sind nicht nur die Winkelhocks, Burgstallers oder Stucks, die diese Serie auszeichnen. Privatfahrer wie Christian Feineis sind das Salz in der Suppe.

"Die einmalige Mischung zeichnet die Mini Challenge aus", schwärmt Christian, "das riesige Starterfeld aus 38 Autos besteht etwa zu einem Drittel aus Profis mit Formel-1-, DTModer ähnlicher Erfahrung, zu einem Drittel aus semiprofessionellen Privatteams und zu einem Drittel aus reinen Hobby-
Rennfahrern." Er selbst zählt sich zur zweiten Kategorie. Immerhin hat Christian schon 1990 mit dem Motorsport angefangen. Nach einiger Zeit im historischen Rennsport legte er eine sechsjährige "Babypause" ein, dann zog es ihn zurück auf die Piste.

BMW M Coupé, Alfa 147 Cup - auf der Langstrecke fühlte sich der Darmstädter
wohl. Vor drei Jahren stieg er dann in die neugeschaffene Mini Challenge
ein. "Die Härte der Rennen und die Professionalität an der Piste sind
seitdem enorm angestiegen", konnte er beobachten. Das blieb nicht ohne
Folgen. So mancher ehemalige Profi-Rennfahrer soll schon beobachtet
worden sein, wie er kopfschüttelnd aus dem Auto geklettert ist und das
Weite gesucht hat...

Der Lifestyle auf der einen, das Auftreten auf der anderen Seite beeindrucken
Christian: "Verschiedene Events, ein eigenes Fahrerlager, die Hospitality: So kann auch ein Fahrer, der - wie ich - meist so zwischen Platz 10 und 15 fährt, Sponsoren für sich gewinnen." Auch das ausgeklügelte Prämien- und Punktesystem berücksichtigt fast alle platzierten Fahrer (s. MINI SCENE 3/2006). Hinzu kommt, dass die Rennserie nicht gerade an irgendwelchen x-beliebigen Wochenenden startet, sondern im Rahmen von Formel 1, DTM oder der WTCC ihre Zelte aufschlägt. Trotz alledem kommt die Familie nicht zu kurz -
Christians Frau begleitet ihren Mann zu den Rennen, auch die achtjährige
Tochter Ella und ihr älterer Bruder Emil fühlen sich im Fahrerlager schon
zuhause. Das erleichtert das Hobby natürlich ungemein. "Wenn ich mit
meinem Sohn durchs Fahrerlager gehe, heißt es immer wieder: "Da kommt der Emil mit seinem Vater" - und nicht: "Da kommt der Christian mit seinem Sohn"",
gesteht der stolze Papi, "das kann echt frustrierend sein." Immerhin ist der Funke schon auf den Nachwuchs übergesprungen: Die Geschwister Feineis fahren mittlerweile Motocross-Rennen. Natürlich gibt es in jeder Rennfahrer-
Karriere Höhen und Tiefen. So gehörte der Einschlag in eine Mauer von Spa sicherlich nicht zu den Glanzpunkten. Trotzdem wurde dem glücklicherweise
schnell genesene Bruchpilot gratuliert: "Man gehört erst zum Club, wenn
man in der Eau Rouge einmal abgeflogen ist", lernte er nach der bestandenen "Aufnahmeprüfung". Immerhin saß er 28 Stunden nach dem Crash schon
wieder im (reparierten) Auto. Kleinere "Schicksalsschläge" ist er mittlerweile
gewohnt. Aber irgendwie liebt Christian auch den Reiz, sich von ganz hinten wieder nach vorne kämpfen zu müssen: "Dann ist Action angesagt." Wie in den meisten Markenpokalen müssen bei den harten Zweikämpfen schon mal Scheiben, Spiegel und Stoßstangen dran glauben - das gehört einfach dazu, solange es fair bleibt. Man hört Christian den Spaß an, wenn er von der Action auf der Strecke erzählt. In - beziehungsweise nach - solchen Situationen ist das Team ganz besonders gefordert. Ohne den Rückhalt einer engagierten Mannschaft geht hier nicht viel. Christian kann sich dabei auf Rainer Noller und seine Jungs von Highspeed Racing in Heilbronn verlassen. Der alte Rallye- und
Porsche-Cup-Hase betreut neben vier Minis auch je zwei Porsche- und
Alfa-Rennwagen. Christians prominentester Teamkollege dürfte Tommy
Winkelhock sein. Aufgrund seiner regelmäßigen Starts in der Mini Challenge konnte Christian diesen aber in der Gesamtwertung weit hinter sich lassen - auf Platz 16 von insgesamt 45 gewerteten Fahrern wird der ambitionierte Pilot geführt. Den Flügel gibt es auch im JCW-Programm Mit 210 PS ist Fahrspaß garantiert! Der Lufteinlass ist im Rennen besonders wichtig mit 79 Punkten liegt er gerade mal drei Zähler hinter seinem Teamkollegen Roland Hertner. Der Champion 2006, Thomas Jäger, ist mit insgesamt 346 Punkten weit außerhalb
der Sichtweite. Das sei ihm gegönnt - Christian hat seinen Spaß auch so.
Und den überträgt der Unternehmer in sein Berufsleben. Er bietet mit seiner
Firma Carmago unter anderem Taxifahrten oder Fahrerlehrgänge - auch mit dem Mini - auf verschiedenen Rennstrecken an. "Der Mini macht auf der Nordschleife einfach einen Riesenspaß", grinst er, "vor allem, wenn man in den Kurven mit
ihm die Porsche- und BMW-Fahrer ärgern kann!" Daran haben wir keinen
Zweifel...

Von: Thomas Pfahl

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