Gut kombiniert!

Mini Clubman Estate, Baujahr 1972

Mini Clubman Estate, Baujahr 1972

Mini Clubman Estate, Baujahr 1972

Mini Clubman Estate, Baujahr 1972

Mini Clubman Estate, Baujahr 1972

Fotos: Peter Schulz

Aus zwei mach eins – was zunächst so einfach klingt, ist es natürlich nicht. Dennoch entschied sich Diethelm Voigt für diese aufwändige Art der "Kombi-nierung" zweier Clubman Estates und ließ zusätzlich noch einige eigene Ideen in das Projekt mit einfließen.

Wir schreiben das Jahr 1976: Diethelm Voigt aus dem Ruhrgebiet ist auf der Pirsch nach seinem ersten Auto und entscheidet sich für einen Mini. Einige Ferienjobs später kann er sich endlich seinen Wunschwagen finanzieren: Einen Inno Cooper! Die Jahre vergehen und Diethelm kann nicht ab von der Spritzigkeit des Italieners. Dann aber kommt “Tag X“. Sein dritter Südländer ist in einem erbärmlichen Zustand und der Mini-Fan muss sich schweren Herzens seine Defizite in Sachen Blechbearbeitung eingestehen.

Mittlerweile sind die wilden 80er im letzten Jahr angekommen und Diethelm verbringt viel Zeit mit seinen Freunden in der gemeinsamen Schrauberhalle. Einer dieser Kumpel hat eine besonders große Restaurations-OP geplant: Einen 72er Clubman Estate. Das Grobe steht schon bereit, so parkt neben dem beinahe schrottreifen Original eine komplett neue Rohkarosse. In Trauer um seinen Inno, entscheidet sich Diethelm für die etwas andere Variante des Minis, den Kombi. Ein dreiviertel Jahr später ist es dann soweit: der Clubman rollt zur Vollabnahme.

Was in den acht Monaten passiert ist? Nun, in seinem ”jugendlichen Leichtsinn”, wie es der heute 50-Jährige beschreibt, legte er einfach mal los. Dabei achtete er aber besonders auf die Langlebigkeit der Teile, schließlich sollte ihm die braune Pest dieses Mal keinen Ärger machen. Alle wichtigen Anbauteile besorgte Diethelm neu und ließ sie spritzverzinken. Allerdings gönnte er sich bei einigen Feinheiten doch lieber etwas aus dem südländischen Regal. Die Türen mit den Dreiecksauststellfenstern gehören zum Beispiel dazu. Die hinteren Seitenscheiben, bei diesem Baujahr noch beliebig verschiebbar, hingegen übernahm er aus dem Spenderfahrzeug.

”Da sind noch originale Hundekratzspuren drauf“, lacht der Kombi-Fahrer. Und auch ehemalige Teile von seinem alten Inno kamen zum Einsatz. Die Alu-Kotflügelverbreiterungen hatte er noch im Regal liegen. Bevor alles angebaut werden konnte, bekam der Clubman noch eine komplette Hohlraumversiegelung bei VW und eine Lackierung aus der Mercedes-Farbpalette. Nach dem Komplettieren der Außenoptik (samt beheizter Heckscheiben) ging es im Innenraum munter weiter. Die Halbschalen-Recaros mit Sitzheizung kamen frisch vom Hersteller, ebenso das kleine Lenkrad. Beim Armaturenbrett griff Diethelm wiederum selbst zur Säge und baute die Form nach.

”Heute würde ich vieles anders machen“, gibt der Schrauber zu, schließlich leidet die Originalität unter den selbstverwirklichten Ideen. Am liebsten hätte er aber einen etwas flotteren Motor. Trotz der 49 PS, des feingetunten 1,0-Liter-Aggregats mit HS2-Doppelvergasern und Transistorzündung sehnt sich der der ehemalige Inno-Pilot nach der Spritzigkeit der italienischen Limo.
Aber zurück zum Innenraum: Die Kunstoffverkleidung ober- und unterhalb des Armaturenbrettes bezog er passend zu den Seitenverkleidungen (welche wiederum mit Schaumstoff unterfüttert sind) mit hellem Leder. Und auf dem Boden findet sich ein Mitbringsel aus Diethelms früherer Firma.

Von: Anna Matuschek

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