Reden ist Silber

62er Morris Pick Up

Mit der Pritschenversion wurde der Mini für Handwerker noch interessanter

Ladefläche

Ob offen, Plane oder Hardtop - Jochens Mini ist stets gerüstet

Innenausstattung

Die Innenausstattung wurde wieder auf Vordermann gebracht, Fotos: Peter Schulz

"Man kann über alles reden" - oft genug steht diese Aussage als leere Floskel im Raum. "Man sollte sogar über alles reden", finden hingegen Jochen Lenzen und seine Freundin Kerstin. Denn nur so stießen sie auf ein weiteres Highlight für ihre Mini-Sammlung - den Pick Up. Schließlich gibt es immer jemanden, der jemanden kennt, der einem vielleicht weiterhilft...

Schon zu Alec Issigonis´ Zeiten wurde viel geredet: John Cooper versuchte, ihn von einer Sportversion des Mini zu überzeugen. Marketing-Fachleute und Ingenieure diskutierten in vermutlich endlosen Sitzungen über neue Varianten ihres Autos. Die Kunden erzählten den Händlern von ihren Bedürfnissen. Und so wurde die Modellpalette Stück für Stück ausgebaut. Ein Kleinwagen als Kombi? Warum nicht? Der Kombi als Kleinlaster? Die Antwort gab der Blick über den großen Teich oder nach Down-Under: Pick Ups erleichtern dem Farmer die Arbeit. Stroh oder Schweine werden auf der von der Fahrerkabine getrennten Pritsche unkompliziert von A nach B gebracht. Handwerker werfen ihr Material lässig auf die Ladefläche, Bauherren können Schutt abtransportieren, ohne sich das Auto komplett zu versauen. Später war es einfach cool, einen Pick Up zu fahren. PKW-ähnlicher Fahrkomfort, unter Umständen eine gewisse Geländetauglichkeit und das "etwas andere" Erscheinungsbild gegenüber den Kombis der Nachbarn brachte den Kleinlastern viele Freunde.
Irgendwo dazwischen liegt der Mini Pick Up. Der Erfolg des Vans veranlasste seine Macher zu einer weiteren Variante. Viele Unternehmer hatten sich auf den kleinen Kastenwagen gestürzt, warum sollte das nicht auch mit einer offenen Ladefläche funktionieren? Anfang 1961 stellte BMC den ersten "Pritschen-Mini" vor. Bis zur relativ breiten B-Säule entsprach der Newcomer dem Van - auch mit seinem spartanischen Interieur. Die große Heckscheibe erlaubte eine gute Rundumsicht und den freien Blick auf das vielleicht kostbare Ladegut. 1/4 Tonne Nutzlast verkraftete der "Micro-Truck". Wenn die 1,40 lange Pritsche nicht ausreichte, konnte die Heckklappe geöffnet bleiben. Später war sogar noch eine Plane/Spriegel-Option als Sicht- und Wetterschutz lieferbar.
Die Fähigkeiten als Transporter waren für Jochen und Kerstin aber eher zweitrangig, als sie begannen, sich für den Pick Up zu interessieren. Nach Cabrio und Woodie suchten sie nach einer neuen Herausforderung: "Und der Pick Up ist nun mal recht außergewöhnlich!" Allerdings erwies sich die Suche als nicht ganz einfach. Viele der Pritschen-Minis waren tatsächlich im gewerblichen Einsatz unterwegs und entsprechend verbraucht. Wie gut, wenn man miteinander spricht: auf einem Treffen erzählte Jochen im Kreise der Gleichgesinnten von seiner schwierigen Suche. Prompt meldete sich jemand zu Wort, der jemanden kannte, der vielleicht einen Pick Up verkaufen wollte. Glücklicherweise hatte er auch die Telefonnummer parat.

Die komplette Story gibt´s in der MINISCENE 02/2008!



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Von: Thomas Pfahl

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